Rückblick: Interview mit Francesco Tristano

Lübecker Buxtehude-Tage 2017

Marienorganist Johannes Unger im Gespräch mit dem Pianisten Francesco Tristano, dessen Klavier-Abend am 19.9. im Kolosseum Lübeck ein Konzert der Buxtehude-Tage war.

Unger: Lieber Herr Tristano, selten spielen Pianisten Werke aus der Zeit vor Bach. Sie spielen als einer der Ersten Buxtehude in Klavier-Abenden auf der ganzen Welt. Wie sind Sie auf den Komponisten  Dieterich Buxtehude gekommen?

Tristano: Ich habe immer schon Barockmusik geliebt, und auch die noch ältere Musik. Aber Buxtehude habe ich definitiv nicht gekannt. Dann hat mich vor sechs Jahren ein Regisseur aus der Schweiz angesprochen. Er kannte meine Frescobaldi-Aufnahme. Ich hatte damals die Toccaten (Anm. Red. Musik aus dem Jahre 1627) herausgebracht. Er hatte die Idee, einen Film über Buxtehude zu machen und fragte, ob ich denn schon Buxtehude gespielt hätte? Ich verneinte dies. Er erzählte die wunderbare Geschichte vom Fußmarsch Bachs nach Lübeck, um den Meister Buxtehude kennen zu lernen und eventuell bei ihm zu studieren. Er empfahl mir ein bisschen durch die Literatur zu gehen. Aber die Capricciosa-Variationen müsse ich auf jeden Fall spielen, weil das die große Connection zwischen Bach und Buxtehude ist. Einen Monat habe ich mich mit der Musik beschäftigt und habe dann quasi eine Stunde Musik zusammengestellt. Es entstand ein kleiner unabhängiger Film und dann hab ich auch für die Deutsche Grammophon mein Buxtehude-Programm herausgebracht. Die Platte heißt „Long walk“, wo ich nochmal die ganze Story von Bach und Buxtehude illustriert habe, mit der Aria aus den Goldberg-Variationen und auch mit Musik von mir. Wir kennen die Story von den Goldberg-Variationen. Sie ist ja ein Mythos! Aber was wahr ist, ist, dass Bach dieses Werk „La capriccosa“ von Buxtehude gekannt hat und quasi 30 Jahre später in den Goldberg-Variationen  nochmal an seinen Meister erinnert hat und zwar, in dem er in der letzten Variation Buxtehudes Thema verarbeitet.

Fortsetzung

Rückblick: 2017 Et in terra pax

Knabenchor aus Coventry zu Gast in St. Marien

Am 8. April um 19.30 Uhr im Konzert und am 9. April um 10 Uhr im Gottesdienst sang der Knabenchor der Kathedrale Coventry unter seinem Leiter Kerry Beaumont in St. Marien. Aus Anlass der Zerstörung Lübecks vor 75 Jahren stand diese Einladung unter einem besonderen Thema: ET IN TERRA PAX – Konzert für den Frieden. Gemeinsam mit der Lübecker Knabenkantorei, Leitung Karl Hänsel, und Organist Johannes Unger gab es ein ganzes Wochenende der Musik und Begegnung.

Rückblick und Höreindrücke: Konzert im Rahmen des 45. Nagelkreuz-Jubiläums

Im Rahmen des 45. Jahrestages der Übergabe des Nagelkreuzes an Lübeck und St. Marien im Jahre 2016 gab es ein Konzert mit Marienorganist Johannes Unger, der Laurenscantorij der Laurenskerk Rotterdam und ihrem Organisten Hayo Boerema und der Lübecker Knabenkantorei unter der Leitung von Marienkantor Michael D. Müller.

Über diese links gelangen Sie zu den Mitschnitten. Viel Freude!

Mendelssohn https://youtu.be/Upw-me1OGlM

Britten https://youtu.be/DfwRUAaL3xY

Kaminski https://youtu.be/DAesydKC4NQ

Howells https://youtu.be/-C12QWWBfbw